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Alternativer Nobelpreis blog Singles 2023 blogt BY Politik Politikerin

Petra Kelly 29.11.1992 – 01.10.1992 (vermutlich)

Sie war die erste Frau, die den „Right Livelihood Award“ (auch bekannt als „Alternativer Nobelpreis“) erhielt.

„In einer Welt, die mit Gewalt und Unehrlichkeit zu kämpfen hat, wird die Weiterentwicklung der Gewaltlosigkeit zu einer der dringendsten Prioritäten.“ (Petra Kelly, 1982) – Diese Aussage hat 2023 seine Aktualität leider nicht verloren!

Geboren in Deutschland, ab dem 12. Lebensjahr aufgewachsen in den USA, studierte sie in Washington D.C. „politische Wissenschaften und Weltpolitik“. Daneben engagierte sie sich politisch aktiv, nahm an Friedensdemonstrationen teil, etc. Ihre Vorbilder waren u.a. einerseits „Mahatma Gandhi und Martin Luther King“, andererseits Rosa Luxemburg und Helen Keller“.

Ihr aktives gesellschafts- und parteipolitisches Engagement in Deutschland startete 1972 mit Willy Brandt und seiner Ostpolitik. Sie wurde Mitglied der SPD. Sie engagierte sich in der Friedensbewegung, war „das Gesicht“ der Anti-Atomkraft-Bewegung.

Sie überwarf sich mit dem SPD-Kanzler Helmut Schmidt über die Frage der Stationierung amerikanischer Pershing-Raketen in der BRD. Sie trat 1979 aus der SPD aus.

Heute erinnert man Kelly eigentlich nur noch als Gründungsmitglied der Partei DIE GRÜNEN (1980). Sie übernahm durchgängig Spitzenämter in Partei, Bundes- und EU-Ebene. Ihre Umwelt- und Friedensaktivitäten waren weltumspannend.

Bei der Bundestagswahl 1990 erhielt sie kein Mandat mehr.

Ihre internationalen Aktivitäten gingen aber unverändert weiter – zusammen mit ihrem Lebenspartner (und ehemaligen Fraktionskollegen) Gert Bastian.

Ihr Engagement und die damit verbundenen Anstrengungen, Anfeindungen und Bedrohungen beeinträchtigten Beider physische und psychische Gesundheit.

Warum Gert Bastian Petra Kelly im Schlaf erschoss und danach Selbstmord beging?
Es gibt Vermutungen, aber es bleibt letztlich ungeklärt.

Neben vielem Anderen erinnern zwei Stiftungen an sie:
Sie selbst gründete die Grace P. Kelly Vereinigung e.V. Diese Vereinigung fördert psychosoziale Projekte für krebs- und chronisch kranke Kinder.
Die Petra-Kelly-Stiftung e. V. ist eine parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen in Bayern. Die Stiftung ist Teil der Heinrich-Böll-Stiftung und soll Kellys Ideen und politische Botschaft weiter tragen.

🔍 weiterführende Links (Auswahl):

🔍 blog „Right Livelihood Award“ (R!) oder „Alternativer Nobelpreis“

🔍 blog „Nobelpreise“ (ohne „Friedensnobelpreise“)

🔍 blog Serie „Friedensnobelpreise“

  • 2.2.2025 – 10.7.2025 (chronologisch nach Jahr der Verleihung)
  • Beginn mit Bertha von Suttner (1905)

Stand: 11.2023

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Biografien blog Singles 2023 blogt BY Diskriminierung

DR. LUISE HERZBERG (22.11.1906 – 3.06.1971)

In Nürnberg als Luise Hedwig Oettinger geboren, in Ottawa gestorben

Sie studierte Maschinenbau und Physik. Verheiratet war sie mit dem späteren Nobelpreisträger Gerhard Herzberg.1933 und 1935 bekamen Beide Berufsverbot in Deutschland. Sie emigrierten 1935 nach Kanada mit Hilfe einer Gastprofessur für G. Herzberg.

Für ihre beiden Kinder unterbrach sie ihre wissenschaftliche Karriere, unterstützte ihren Mann. Als „ehrenamtliche wissenschaftliche Mitarbeiterin“ startete sie ab 1948 ihre eigenen Forschungen erneut.

Sie forschte in Ottawa am „Dominion Observatory“ (war erst ab 1958 Vollzeitstelle). Ab 1959 arbeitete sie mit am ersten kanadischen Satelliten in Shirley Bay (Nähe Ottawas) am „Radio Physics Laboratory” (Einrichtung für Verteidigungsforschung und Telekommunikation).

Ihr berufliches Hauptinteresse galt der Spektroskopie der Sonne (d.h. zerlegen und analysieren der Strahlung) und photochemischen Prozessen aufgrund der Sonnenaktivität.

Sie starb kurz bevor ihr Mann den Nobelpreis erhielt. Kolleginnen von Luise H. meinten, deren Arbeit wäre auch nobelpreiswürdig gewesen. Aber …

2010 veröffentlichte ihr Sohn Paul eine Biografie über sie.
2010 wurden in Darmstadt „Stolpersteine“ für Beide verlegt.
2021 erhielt die Zufahrtsstraße zur neu gegründeten Technischen Universität in Nürnberg ihren Namen.
2022 richtet das „National Research Council of Canada” das “Luise and Gerhard Herzberg Postdoctoral Fellowship” zu deren Ehren ein. Begünstigte: Frauen („who identifies as a woman“) mit herausragenden Forschungsleistungen in den letzten drei Jahren.

weiterführende Links:

  • Luise Herzberg (wikipedia)
  • Luise Herzberg (youtube, englisch)
  • SCAA Fonds MG 441 – Luise Herzberg fonds (link)
  • TU Darmstadt, „Stolpersteine“ für im Nationalsozialismus entlassene Wissenschaftler (link)
  • Erste Zufahrtsstraße für Nürnberg-Lichtenreuth (Stadt Nürnberg)
  • Dr.-Luise-Herzberg-Straße (TU Nürnberg)

Stand: 11.2023

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Biografien blog Singles 2023 blogt BY ER Er-story

Elly Heuss-Knapp (25.01.1881 – 19.07.1952)

Zurück zu Erlangen – Straßen, Wege, Plätze u.ä.

Elly Heuss-Knapp war eine bedeutende deutsche Politikerin, Werbefachfrau, Sozialreformerin und Gründerin des Deutschen Müttergenesungswerks. Als Ehefrau des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss prägte sie die deutsche Nachkriegsgesellschaft maßgeblich mit. Ihr Name lebt bis heute in zahlreichen Städten weiter, z.B. durch Benennung von Straßen und Schulen.

Biografischer Überblick

  • Elisabeth Eleonore Anna Justine Heuss-Knapp, geboren in Straßburg, gestorben in Bonn.
  • ihre Mutter stammte aus georgischem Adel, ihr Vater war ein bekannter Nationalökonom; über die Großmutter war sie Großnichte von Justus von Liebig
  • nach dem Lehrerinnenexamen 1899 gründete sie 1890 eine sog.„Fortschrittsschule“ für Mädchen, die nur sieben Jahre die Volksschule besucht hatten.
  • ab 1905 Studium der Volkswirtschaftslehre, frühe politische Vorträge zu Tarifverträgen und Mindestlohn.
  • 1908 Heirat mit dem Journalisten und Mitarbeiter Friedrich Naumanns Theodor Heuss, dem späteren Bundespräsidenten
  • während der NS-Zeit Berufs- und Auftrittsverbot für das Ehepaar
  • sie ernährte die Familie als Werbetexterin.
    Sie revolutionierte die Werbebranche mit dem akustischen Warenzeichen (Jingle). Sie führte die Rundfunk- und Fernsehwerbung ein. Sie erstellte Werbefilme.
  • nach 1945 Landtagsabgeordnete in Württemberg-Baden
  • Mitbegründerin des Deutschen Rates der Europäischen Bewegung
  • 1950 Gründerin des Müttergenesungswerks, gemensam mit Antonie Nopitsch. Heute: „Elly-Heuss-Knapp-Stiftung – Deutsches Müttergenesungswerk“
  • als sie 1952 in Bonn starb, setzte die Bundesbahn einen Sonderzug zu ihrer Beisetzung in Stuttgart ein. Die Trauerfeier hielt der bekannte Pfarrer und Theologe Helmut Gollwitzer.

In Stuttgart erinnert an sie ein Gedenkstein, 1955 von der vielseitigen Malerin und Bildhauerin Lore Doerr-Niessner gestaltet.

weiterführende Links (Auswahl):

  • Seite „Der Bundespräsident“ (link)
  • Müttergenesungswerk (link)
  • lpb (link)
  • wikipedia (link)

interne links:

  • Landkreis Fürth – noch mehr entdecken (link)
  • Erlangen (Straßen)

Stand 09.2023

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Biografien blog Singles 2023 blogt Nobelpreis Physiologie/Medizinnobelpreis

Christiane Nüsslein-Volhard

Christiane Nüsslein-Volhard (*20.10.1942)

Sie ist Entwicklungsbiologin und Genetikerin.

Vor kurzem las ich ein Interview mit ihr, in dem sie von der Schönheit z.B. der Flügel der „Taufliege Drosophila“ schwärmte.

An dieser erforschte sie jahre-/ jahrzehntelang die Gene, die die Entwicklung von Tier und Mensch steuern. Und dafür erhielt sie 1995 – zusammen mit Eric F. Wieschhaus und Edward B. Lewis – den Medizin-Nobelpreis. Sie sagt, dass dieser Preis und die dadurch große öffentliche Aufmerksamkeit ihr Leben grundlegend veränderte.

25 Jahre später, 2020, wurde sie zur „Ehrensenatorin“ der Max-Planck-Gesellschaft ernannt.

Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung

2004 gründete sie die Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung zur Unterstützung junger Wissenschaftlerinnen mit Kindern, um ihnen die für eine wissenschaftliche Karriere erforderliche Freiheit und finanzielle Unterstützung zu verschaffen.

weiterführende Links (Auswahl):

  • Nobelpreis-Komitee (Bekanntgabe, EN) (Biografie, EN)
  • Biografie, DE (pdf)
  • Max-Planck-Gesellschaft (link1) (link2) (link3)
  • Leopoldina (link)
  • Prof. Christiane Nüsslein-Volhard | Biologin und Biochemikerin | Frauen in der Wissenschaft – übersehen? (Interview – swr-Video)
  • Christiane Nüsslein-Volhard über Gentechnik und Ethik: Wo sind Chancen, Risiken, Grenzen? (swr)
  • CHRISTIANE NÜSSLEIN-VOLHARD-STIFTUNG (link)
  • Christiane Nüsslein Volhard (wikipedia)

🔍 blog „Nobelpreise“ (ohne „Friedensnobelpreise“)

🔍 blog Serie „Friedensnobelpreise“

  • 2.2.2025 – 10.7.2025 (chronologisch nach Jahr der Verleihung)
  • Beginn mit Bertha von Suttner (1905)

🔍 blog „Right Livelihood Award“ (R!) oder „Alternativer Nobelpreis“

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Biografien blog Singles 2023 blogt Fü-story Mittelfranken

Senta Josephtal

Israelische Politikerin – sie und ihr Mann spielten beim politischen und wirtschaftlichen Aufbau des Staates Israel eine wichtige Rolle. Zu ihrer Zeit war sie eine der bekanntesten und geachtesten deutschen Frauen in Israel.

Sie kam in Fürth als Tochter eines Fahrradmechanikers zur Welt. Sie besuchte das Mädchenlyzeum in Fürth. Anschließendbegann sie ein Studium der Rechtswissenschaften und Nationalökonomie an der Universität Erlangen. Dieses Studium musste sie jedoch 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten als Jüdin abbrechen.

In Nürnberg war sie Mitglied im jüdischen Jugendbund. Dieser schloss sich 1933 der zionistischen Jugendbewegung an.

Ab 1934 arbeitete sie bei der Organisation Hechaluz, die sich auf die Vorbereitung und Organisation der Auswanderung jüdischer Jugendlicher nach Palästina spezialisierte. Eine auch für sie selbst sehr wichtige Vorbereitung für ihr Leben in Israel.

1938 wanderte sie mit ihrem Mann Giora nach Israel aus.
Dort gründeten mit anderen deutschen Juden den Kibbuz Gal’ed. Aus einer kargen, baumlosen Einöde entstand im Laufe der Zeit durch harte Arbeit eine blühende Gemeinschaft mit Feldern, Obstplantagen, Viehzucht und sogar einer kleinen Fabrik.
Bis heute ist Gal’ed ein Symbol für den Pioniergeist seiner Gründer und ein Ort, an dem die Werte der ersten Generation weiterleben.

Sie wurde Vorsitzende der Kibbuzbewegung.
Bei der Gewerkschaft erhielt sie eine Stelle zur Eingliederung der Neueinwanderer aus arabischen und afrikanischen Ländern.
Auch ihr Mann Giora machte politisch Karriere und wurde später Minister in Israel.

1955 und 1976 wurde sie jeweils Mitglied der Knesset, dem israelischen Parlament – und verließ sie beide Male immer vorzeitig. „Nur Reden halten, das war nichts für mich“, begründete sie ihre Entscheidung.

Sie wollte nie mehr nach Deutschland zurückkehren!
Aber 1956 ließ es sich nicht vermeiden.
Als Knessethmitglied reiste sie nach Frankfurt/Main. Dort sollte sie über Entschädigungszahlungen an Holocaust-Opfer verhandeln.
Sie sollte, laut eigener Aussage, „den Deutschen erklären, was ein Kibbuz ist“ – eine Aufgabe, die sich als unerwartet schwierig erwies. Ein Stuttgarter Gericht verweigerte zuerst die Zahlungen, mit der Begründung, im Kibbuz würde man wie im Kloster „auf alle Annehmlichkeiten der Welt verzichten“, wie sie noch nach Jahren empört berichtete.

Senta Josephthal setzte sich mit Nachdruck für die Rechte der Kibbuz-Bewohner ein – und hatte schließlich Erfolg: Die Entschädigungszahlungen wurden überwiesen.

Ihr Fazit über ihr Leben: „Ich hatte das Privileg, aus nichts meine Heimat aufzubauen“.

2004 erhielt sie den Ben-Gurion-Preis der israelischen Regierung
2019 ehrte sie Fürth mit einer Straßenbenennung

weiterführende links:

interne links:

Fürth – Straßen, Wege, Plätze u.ä

Stand: 10.2023

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Biografien blog Singles 2023 blogt BY Mittelfranken N N-story

Helene Grünberg

zurück zu Nürnberg – Straßen, Wege, Plätze u.ä.

weiterführende Links:

  • 12.10.2022: Helene-Grünberg-Zentrum (link1) (link2)
  • Radio Z (link): Helene Grünberg, eine Amazone der Gewerkschaftsbewegung (link)
  • 8.3.2019: Südstadtpark in Nürnberg wird zu „Helene-Grünberg-Park“ (link)
  • 2017 openpetition: Umbenennung der Franz-Josef-Strauß-Brücke in Nürnberg in Helene-Grünberg-Brücke (link)
  • Die Frauen in der Nationalversammlung. Die ersten Parlamentarierinnen. Weimarer Republik (1918-1933) (Bundesarchiv)
  • Archiv der Arbeiter*innen- und Gewerkschaftbewegung (link)
  • Zur Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland (link)
  • Frauengeschichte und Frauenleitbilder in der proletarischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ (1891-1923) (link)

interne links:

Stand: 10.2023

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Biografien blog Singles 2023 blogt BY Fü-story Mittelfranken Mittelfranken-Mix

Dr. Else Hölzl

zurück zu „Fürth – Straßen, Wege, Plätze u.ä.“

weiterführende Links:

  • fürthwiki (link)
  • Gaby Franger: Dr. Else Hölzl, in: Bedeutende Fürther Frauen – Fürth, 2009 – S. 8

interne links:

Stand: 09.2023

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Biografien blog Singles 2023 blogt

Birgit Ramsauer

weiterführende Links:

  • Birgit Ramsauer (link1)
  • Birgit Ramsauer (link2)
  • Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg (link)
  • Kunstgalerie SINGULART (link)
  • Herbert Gerisch-Stiftung (link)
  • Gerisch Skulpturenpark (link)
  • Galeriehaus Nürnberg Nord (link)
  • youtube (link)
  • Künstlerin der Metropolregion Nürnberg im Februar 2022 (link)

interne links:

  • Kulturpreisträgerin Fürth (link)
  • „Künstlerin der Metropolregion Nürnberg“ (link)
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Königin Luise

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weiterführende Links:

  • Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (März 2018)
  • Luise von Mecklenburg-Strelitz (wikipedia)
  • Luise von Preußen und ihre Zeit (Hans Dieter Mueller)
  • Luise von Preußen (FemBio)
  • Königin Luise. 1. Teil: Die Jugend der Königin Luise
  • Deutschland 1927 Spielfilm (Teil1) (Teil2)
  • Königin Luise (Film 1957)
  • Luise (link)

interne links:

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  • Mythos „Königin Luise“
    – jung, wunderschön, unkonventionell, spontan und „volksnah“
    – traf Napoleon – sie bat ihn, dem besiegten „Preußen“ keine zu harten Friedensbedingungen zu diktieren
  • Der Mythos und der Kult um sie scheint von drei Themen genährt:
    – Luise galt als Vorbild einer Ehefrau und Mutter (sie bekam 10 Kinder; 7 davon erreichten das Erwachsenenalter)
    – das Bürgertum erhoffte sich von ihr und ihrem Mann, König Friedrich Wilhelm III., dem einfach lebenden Königspaar
    > gesellschaftliche Verbesserungen und die Errichtung einer    konstitutionellen Monarchie
    > und damit das Verhindern einer blutigen Revolution ähnlich der Frankreichs
    > Luises Treffen mit Napoleon – sie erreichte zwar keine bessere Behandlung „Preußens“, aber das Volk würdigte fast religiös ihren Einsatz: sie habe für ihr ganzes Land die Demütigungen auf sich genommen, die von Frankreich ausgingen.
  • Bedeutende Dichter und Schriftsteller ihrer Zeit und „Trivialliteratur“ förderten und festigten mit ihren Werken und Schriften diese Idealisierung! Weitere optimale PR:
    die Benennung von Straßen, Gedenktafeln, Schulen, Stiftungen, etc.
  • Der Mensch „Königin Luise“ dagegen verschwindet im Dunkel der Geschichte.
    Dabei hätte sie es durchaus verdient, sachlicher und fairer betrachtet und beschrieben zu werden – weder märchen- und yellow-press-artig, noch pauschal-diffamierend als Adels-Angehörige.

Stand: 09.2023

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Archiv Biografien blog Singles 2023 blogt

Edith Stein

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weiterführende Links (Auswahl):

  • Edith Stein (link)
  • Edith-Stein Gesellschaft Deutschland e.V. (link)
  • wikipedia (link)
  • Deutschlandfunk (link)
  • Rheinische Geschichte (link)
  • Kirche+Leben Lexikon (link)
  • Zukunft braucht Erinnerung (link)

interne links:

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  • Am 24.4.1930 hielt sie in Nürnberg bei der 16. Hauptversammlung der kath. bayerischen Lehrerinnen das Referat: „Die theoretischen Grundlagen der sozialen Bildungsarbeit“.
    Der Tag begann mit einem Pontifikalamt in der Nürnberger Frauenkirche am Hauptmarkt. Diese – gestiftet 1355 – steht an Stelle einer bei einem schrecklichen Pogrom im Dezember 1349 zerstörten Synagoge. Mindestens 562 Juden starben bei diesem Pogrom.
  • Ob die als Jüdin geborene E. St. diese Geschichte kannte? Wahrscheinlich nicht.
    Wie sie sich aber gefühlt hätte als 1922 überzeugt zum röm-kath. Glauben Übergetretene?
  • Seit Oktober 1998, fast 70 Jahre später,
    steht an einem der Pfeiler des Chor-Umgangs der Frauenkirche ihre überlebensgroße Plastik als Karmelitin (von Prof. Wilhelm Uhlig).
  • Viele Orte in Deutschland und Polen erinnern heute mit „persönlichen Beziehungen“ an sie. Auch viele Kirchen, Orden, Schulen, Straßen usw. erinnern darüber hinaus an diese Philosophin, Pädagogin, Wissenschaftlerin – der man die Habilitation verwehrte, allein weil sie Frau war!
  • Angeblich um ihren deutschen Orden der Karmelitinnen zu schützen floh sie in die Niederlande.
  • Am 2.8.1942 wurde sie dort, zusamen mit ihrer Schwester Rosa, von den Nazis verhaftet. – Angeblich ein Racheakt, weil die Niederländische Kath. Bischofskonferenz gegen die Judenverfolgung protestierte.
  • Am 9.8.1942 kamen die Schwestern in Auschwitz-Birkenau in der Gaskammer um.
  • 1989 gründete sich die Edith-Stein-Gesellschaft Breslau,
    1994 wurde in Speyer die deutsche „Edith-Stein-Gesellschaft“ gegründet.
  • 1998 sprach sie die Röm.-Kath. Kirche heilig.
  • Z.Zt. läuft ein Antrag, sie zur „Kirchenlehrerin“ zu erheben.

Stand: 09.2023