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Kassia

geb. um 810, gest. um 865 – lebte in Konstantinopel

Sie stammte aus einem gesellschaftlich „hochstehenden“ Elternhaus und genoss dadurch eine gute und breite Bildung. Ihre klugen, selbstbewussten Antworten schreckten Kaiser Theophilos ab, sie zu heiraten. Ob sie das vielleicht als ihr Glück ansah?

843 gründete sie das Kloster „Die Gemeinschaft der geweihten Jungfrauen“.

Ihre bis heute bleibende Bedeutung hat sie als Dichterin von (uns bekannten) 261 Epigrammen und als Komponistin. Sie gilt uns als die früheste Komponistin des Abendlandes. Über 50 ihrer Hymnen sind erhalten, die z. T. bis heute Teil der orthodoxen Liturgie sind.
Als Heilige Kassia wird ihrer in den orthodoxen Kirchen am 7. September gedacht.

Im Herbst 2021 beschäftigte sich eine analog-digitale Konferenz-Serie mit ihr und mit Menschen und Themen, die sich explizit auf sie beziehen. Eine Online-Ausstellung und eine neu geschriebene „(post-)feministische Oper“ waren Teil dieses interdisziplinären, interkulturellen „Kassia-Projekts“. Es sollte „explizit einen Beitrag zur aktuellen feministischen Debatte leisten“ und „die aktuellen feministischen Debatten und Diskurse in verschiedenen Ländern“ aufgreifen (www.aufbauhaus.de)
An diesem Projekt beteiligten sich u.a.: das Frauenmuseum Istanbul (Leiterin: Meral Akkent), Burak Özdemir & Musica Sacra, kainkollektiv, Theater Aufbau Kreuzberg, Heinrich-Böll-Stiftung, Goethe Institute, verschiedene Universitäten aus Deutschland, Polen und der Türkei … und viele mehr.

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