Manche Straßen tragen Frauennamen. Die meisten nicht. Wer anfängt, die Straßen zu zählen, hört nicht mehr auf zu fragen. Im Stadtbild. Im Netz. Im Archiv. In der Bibliothek. Welche Straßen, die nach Frauen benannt sind, gibt es überhaupt? Wer wird erinnert? Wer fehlt? Wie verteilen sich diese Straßen im Stadtbild – und warum?
Den Ausgangspunkt bildete eine Ausstellung: 2017/2018. Damals recherchierte ich erstmals systematisch die Straßenbenennungen einer ganzen Stadt: für das Museum Frauenkultur Regional International in Fürth, Ausstellung „Wie weiblich ist die Stadt? Fürth und die Partnerstädte“. Vorher hatte ich mich mit Stadtteilen und Straßen der Region beschäftigt, geforscht, gesammelt, aber nie so: ein Ort, vollständig, methodisch. Meine Erfahrungen und Erkenntnisse dabei haben diese Website geprägt.
Seitdem wächst sie. Biografien historischer und lebender Frauen, immer im Kontext: persönlich, gesellschaftlich, historisch. Straßen, Denkmäler, öffentliche Räume. Im Gegensatz zur Museumsarbeit konzentriert sich die Recherche hier ausschließlich auf eigene Beobachtungen, Er-Fahrungen und Forschungen im öffentlichen Netz. Die Metropolregion Nürnberg als Ausgangspunkt – aber Geschichte endet nicht an Grenzen.
Meine Haltung ist parteiisch, ja. Trotzdem mein Ziel: das Positive einer Stadt, eines Themas herauszustellen, nicht das Defizit. Trotzdem: Der Blick ist nicht einseitig, Artikel benennen Schwächen und Negatives. Das Urteil aber bleibt den Besucher*innen vorbehalten.
Man sieht hier die Oberseite eines Teppichs. Näheres im Impressum.

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