Kategorien
Biografien blog Themen 2026 blogt Heimaten Themenreihen

Senetta Joseftal – Senta Josephthal

Aufbau einer neuen Heimat

Senta Josephthal (geboren als Senta Punfud am 5. Dezember 1912 in Fürth, gestorben 2007 in Gal’ed, Israel) steht beispielhaft für das Schicksal vieler deutscher Juden, die durch den Nationalsozialismus ihre Heimat verloren und in Israel eine neue Existenz aufbauten. Ihr Lebensweg ist geprägt von Entwurzelung, aber auch von bewundernswerter Aufbauarbeit und politischer Gestaltung in ihrer neuen Heimat.

Kindheit und Jugend

S. Punfud wuchs in Fürth auf und besuchte das dortige Mädchenlyzeum. Ihr anschließendes Studium der Rechtswissenschaften und Nationalökonomie an der Universität Erlangen musste sie jedoch als Jüdin 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten abbrechen.

In Nürnberg engagierte sie sich im jüdischen Jugendbund, der sich 1933 der zionistischen Jugendbewegung anschloss.
Ab 1934 arbeitete sie bei Hechaluz, einer zionistisch-sozialistischen Organisation, die jüdische Jugendliche auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitete – ein Weg, der auch ihr nicht erspart blieb.

Neue und tiefe Wurzeln im Kibbuz Gal’ed

1938 emigrierte Senta mit ihrem Mann Georg nach Palästina – neuer Name: Senetta und Giora Joseftal.

Dort gründeten sie mit anderen deutschen Juden 1945 den Kibbuz Gal’ed (Gal’ed = ‚Denkmal, Zeugenhügel‘: d.h. der Kibbuz ist ein lebendiges Denkmal für die verlorenen Angehörigen und die zerstörten Gemeinschaften Europas, aber auch Verpflichtung, eine auf Gemeinschaft und Solidarität basierende Gesellschaft zu schaffen.).
Hintergrund der Kibbuzim: die Gartenstadt-Idee E. Howards und die Zentralorttheorien von Walter Christaller flossen in die israelische Raumplanung mit ein.

Kibbuz Gal’ed

Senetta wurde bis ins hohe Alter regelmäßig in das Selbstverwaltungsgremium des Kibbuz gewählt. Sie war bekannt für ihre Nähe zu den Menschen, ihre Tatkraft, ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Fähigkeit, unterschiedliche Gruppen zusammenzubringen.
„Ich glaube, es war ein besonderes Anrecht, dass ich meine eigene Heimat mit meinen eigenen zehn Fingern gebaut habe. Es war nicht leicht, aber es war sehr befriedigend.“

Aus einer kargen Einöde entstand durch harte Arbeit eine erfolgreiche Gemeinschaft, überwiegend von Landwirtschaft lebend – eine Kollektivsiedlung, in denen die Menschen ohne Privateigentum zusammenleben.
Gal’ed wurde zum Symbol des Pioniergeistes der Gründergeneration – bis heute ein Ort, an dem die Werte von Solidarität und Gemeinschaft weitergegeben werden.

Sprung zu heute: (2025) das Kibbuz finanziert sich nicht mehr vorwiegend von Landwirtschaft – es ist an einem Unternehmen beteiligt und dadurch zu „einer kommunalen Wirtschaftsorganisation“ geworden mit „kapitalistischen Verhaltensweisen“. 2018 leben dortlaut wikipedia 490 Einwohner.

Senetta und Giora Joseftal – landesweites Engagement

Senetta und Giora Joseftal prägten mehr als nur mit Gal’ed das gesellschaftliche und politische Fundament des Staates Israel entscheidend mit:

Senetta Joseftal

Senetta J. engagierte sich in der landesweiten Kibbuzbewegung und wurde deren Vorsitzende. In der Gewerkschaft Histadrut leitete sie die Eingliederung von Neueinwanderern aus arabischen und afrikanischen Ländern.

Giora Joseftal

Ihr Mann Giora wurde u.a. Minister für Arbeit und Wohnungsbau in Israel.
Konzept des Städtebaus: Neue Städte sollten nicht nur Wohnraum bieten, sondern strategische Frontlinien im Kampf um jüdische Souveränität markieren

Als Generalsekretär der Hechaluz-Organisation entwickelte er ein Konzept beruflicher Umschulungslager, das Heimat aktiv vorbereitete:
Konzept der „Hachschara-Bewegung“: landwirtschaftliche Ausbildungsstätten einrichten, wo junge Juden handwerkliche Fertigkeiten für den Aufbau Palästinas erlernen

Mitglied der Knesset

S. Joseftal machte zwei Mal einen „Ausflug“ in die Politik – kurz, aber wirkungsmächtig:
Sie wurde in die Knesset, das israelische Parlament, gewählt: 1955, auf Vorschlag von David Ben-Gurion (Ministerpräsident und Verteidigungsminister), und erneut 1976. Beide Male legte sie ihr Mandat vorzeitig nieder, da sie die praktische Arbeit der reinen Parlamentsarbeit vorzog:
„Nur Reden halten, das war nichts für mich.“

Konflikt mit der alten Heimat

S. Joseftal wollte nie wieder nach Deutschland zurückkehren.

Doch 1956 schickte sie der damalige Finanzminister Levi Eschkol nach Deutschland. Wie schwer muss es ihr gefallen sein, dorthin zurückzureisen!
Es war eine Rückkehr in ein Land, das nicht mehr „Heimat“ war, sondern ein Ort der Verhandlung, der Konfrontation und der rechtlichen Auseinandersetzung – nicht der Versöhnung.

verweigerte Entschädigungszahlungen

Sie sollte in Frankfurt am Main über Entschädigungszahlungen an Holocaust-Opfer verhandeln. Dazu den Deutschen das Konzept des Kibbuz erklären..

Ministerpräsident David Ben Gurion und Kanzler Konrad Adenauer hatten Entschädigungszahlungen an Israel vereinbart.
Trotzdem verweigerte ein Stuttgarter Gericht zunächst die Zahlungen mit der frechen, unwahren und völlig irrelevanten Begründung, Kibbuz-Bewohner lebten wie in einem Kloster und verzichteten auf weltliche Annehmlichkeiten.
Senta setzte sich hartnäckig für die Rechte der Kibbuz-Bewohner ein – mit Erfolg:
Die Entschädigungszahlungen wurden schließlich überwiesen.

internationales Engagement

Ab 1960 reiste Senta Josephthal häufig im Auftrag von nationalen und Parteiorganisationen ins Ausland.

Ehrungen

Für ihr Lebenswerk wurde sie 2004 mit dem Ben-Gurion-Preis ausgezeichnet

2019 benannte die Stadt Fürth eine Straße nach ihr.

Fürth – Straßen, Wege, Plätze u.ä.

Ansonsten ist sie in Deutschland so gut wie unbekannt.

✴️✴️✴️

🔍 weiterführende Quellen und Links

Senta Josephthal/Senetta Joseftal

Artikel und Biografien
Archive und Enzyklopädien
Zeitungsartikel und Forschung
  • Nordbayern.de
    Bedeutende Frauen: Diese Fürtherinnen haben die Welt verbessert, 08.03.2017.
[alle abgerufen um den 05.06.2025]

🔍 Serie „Heimaten“

  • Stand 01.2026
Kategorien
blog Themen 2026 blogt Heimaten Themenreihen

Heimat im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Heimat“ – ein Begriff im Wandel

heute

Der DUDEN definiert: „Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt“. Eine Redewendung von vielen: „Die Heimat ist der Spiegel der Seele.“ „Die Erinnerung ist die einzige Heimat, aus der wir nicht vertrieben werden können“, sagte Jean Paul.

Das Wort „Heimat“ ist im deutschsprachigen Raum seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Doch nicht nur seine Lautung und Schreibweise hat sich seit dieser Zeit bis heute verändert, sondern auch die damit verbundene Bedeutung. Z.B. wurde im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ‚Heimat‘ eher nur punktuell als Gefühl oder Abstrakta („bî got ist unser heim“) begriffen.

MA und frühe Neuzeit

’Heimat‘ war vor allem an das eigene Haus, das „Heim“, geknüpft. Nur wer ein eigenes Haus – eine eigene Feuerstelle – besaß, konnte sich als Teil der Bürgerschaft fühlen und genoss damit bestimmte soziale und rechtliche Vorteile, z.B. Bürgerrechte, Recht auf Heirat und ärztliche Versorgung.

Menschen hatten einen Geburtsort und im Idealfall einen Heimatort. Der Heimatort hatte die Pflicht, arbeitsunfähige und alte Menschen zu versorgen. Soziale Sicherheit war also an das Heimatrecht geknüpft.

‚Heimat‘ war damit ein exklusives Gut der Haus-Besitzenden, der ‚Normgerechten‘ – dazu meist an männlichen Besitz gebunden.

Auswirkungen auf Sprache

In der Sprache zeigt sich bis heute diese enge Bindung an Hausbesitz: „heimelig“, „heimlich“, „geheim“, „heimelisch-heit“ stand für: ‚zum Haus gehörend‘, geborgen, vertraut, nicht öffentlich.

Konsequenterweise bedeutete „unheimlich“: nicht zum Haus gehörend, fremd sein, bedrohlich.

„inwoner“ und Wohnungslose: ausgeschlossen und kontrolliert

Zur Miete gezwungene „inwoner“ wie Gesellen, Dienstboten, Tagelöhner oder Prostituierte, blieben ausgeschlossen. Wer kein eigenes Heim besaß, blieb offiziell heimatlos – und damit auch rechtlich und sozial benachteiligt.

Besonders Menschen, die auf der Straße lebten oder umherzogen, wurden stigmatisiert und per se als gefährlich eingestuft.
(Man muss leider konstatieren, dass sich an dieser Einschätzung, diesem Vor-Urteil, bis heute nicht viel geändert hat.)

Herrschaftsinteressen

Im späten Mittelalter, früher Neuzeit verstärkten sich die territorialen Herrschaftsinteressen, nicht nur „im Großen“ nach außen.
Das zeigte sich auch „im Kleinen“: So entstand in dieser Zeit z.B. die Tradition der „Siebener“ oder der „Feldgeschworenen“. Ihre Aufgabe war/ist es, über die Einhaltung von Grundstücks- und Gemarkungsgrenzen zu wachen. (heute im „Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes“)

Gleichzeitig verschärften sich die Maßnahmen gegen die „heimat-losen“ und besonders gegen die „fahrenden“ Menschen.

Staatliche Repressionen

Straßenkontrollen, Passzwang und polizeiliche Überwachung wurden alltäglich. Körperliche Kennzeichnungen und öffentliche Strafen dienten dazu auszugrenzen.

Bekanntes Beispiel z.B. der Nürnberger Bildschnitzer Veit Stoß, dem man um 1500 wegen Urkundenfälschung zur Strafe die Wange mit einem glühenden Eisen durchstach und ihn damit für den Rest seines Lebens zeichnete, „brandmarkte“.

Frauen doppelt benachteiligt

Ein Recht auf Heimat gestattete man in der Frühen Neuzeit aufgrund veränderter Sexual- und Moralvorstellungen allein erziehenden Müttern nicht mehr. Im Gegenteil, sie mussten ihre ‚Heimat‘ verlassen (so sie überhaupt je eine ‚Heimat‘ hatten) und sich ‚als Fahrende‘ durchs Leben schlagen. Wo immer sie sich zum Schlafen niederließen, mussten sie mit Vertreibung rechnen.

Bestrafung von Frauen

So sahen sich viele Frauen gezwungen, ihre unehelich Neugeborenen zu töten, um nicht ihren Arbeitsplatz zu verlieren, ausgewiesen zu werden oder auf unbestimmte Zeit im Lochgefängnis zu landen – neben dem Automatismus, dass man ihr das Kind weg nahm.

Strafen in Nürnberg für bekannt gewordene Kindsmörderinnen: ursprünglich ertränken.
N. Bennewitz1 berichtet von den ersten mit dem Schwert hingerichteten Kindsmörderinnen in Nürnberg 1580, wie z.B. der 50-jährigen Margaretha Dörfflerin aus Ebermannstadt.

Heimatlos, aber nicht bindungslos

Als weiteres Beispiel berichtet N. Bennewitz1 auch von Anna Margaretha Zirnküblin aus Preußen, die mit ihrem Sohn umherzog, mehrfach inhaftiert wurde und verzweifelt darum kämpfte, ihr Kind nicht zu verlieren.

Fahrende und Besitzlose mögen keine ‚Heimat‘ gehabt haben. Aber ihre räumliche Ungebundenheit führte in der Regel nicht zu familiärer und emotionaler Ungebundenheit!
Dies galt damals und gilt auch heute noch!

✴️✴️✴️

🔍 weiterführende Links

Quelle Nadja Bennewitz

1Nadja Bennewitz: „Von heimeligen Hausbesitzern und unheimlichen Vaganten. Auf der Suche nach „Heimat“ in Mittelalter und Früher Neuzeit“, in der FidEW-Zeitschrift 2/2003 „Heimaten“ Artikel pdf

Persönliche Webseite: bennewitz-frauengeschichte.de

Weitere Quellen zum Thema „Heimat“

🔍 blog Serie „Heimaten“

Stand 01.2026

Kategorien
Biografien blog Themen 2025 blogt Heimaten Mittelfranken N Themenreihen

Nadja Bennewitz – Zuhause in mehreren Heimaten

Beide Regionen – Franken und Italien – sind Heimaten, die N. Bennewitz‘ Leben geprägt haben und untrennbar mit ihrem Beruf verbunden sind:
Sie wuchs teilweise in Mailand auf und studierte in Erlangen Italoromanische Philologie neben mittlere und neuere Geschichte.

Heimat Erlangen/Nürnberg: Städte voller Frauen-/Geschlechtergeschichte

Seit 1996 erforscht Nadja Bennewitz freiberuflich die lokale Frauengeschichte vorwiegend Erlangens und Nürnbergs.

Erlangen

als „Hugenottenstadt“, als Heimat der Friedrich-Alexander-Universität und mit Hauptquartier von Siemens … allein schon diese drei Fakten bieten reichhaltiges historisches Material für ihre Forschungen und Veröffentlichungen.

Nürnberg

bietet ebenfalls eine reiche Grundlage für ihre Arbeit – von mittelalterlichen Äbtissinnen wie Caritas Pirckheimer über den frauenrechts-engagierten Frauen im frühen 20. Jahrhundert bis hin zu Frauen in der NS-Zeit (ob Anhängerinnen, Widerständlerinnen oder Opfer).

Engagement

Durch Publikationen, Vorträge, Stadtführungen, Exkursionen und Ausstellungen macht sie all diese (oft wenig bis gar nicht bekannten) Frauen bekannt und greifbar. Damit zeigt sie die oft übersehenen Beiträge von Frauen zur Entwicklung der Städte auf.

So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auch gesellschafts-/ frauenpolitisch engagiert, z.B. mit ihrem Engagement, dass mehr Straßen nach Frauen benannt werden sollen.

Beruf

Seit 2007 ist N. Bennewitz auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Hier unterrichtet sie zukünftige Lehrerinnen und Lehrer im Fach Geschichtsdidaktik.
Ihre Seminare, z.B. 2024/25 „Quellen und Medien im Heimat- und Sachunterricht“, verbinden Geschichte mit innovativen Vermittlungsformen wie Podcasts oder Oral History-Projekten.

Heimat Italien: Städte voller Frauen-/ Geschlechtergeschichte

Venedig

Neben Mailand als Stadt der Kindheit spielt besonders Venedig eine zentrale Rolle für ihre Arbeit.
Hier verbrachte sie ein Forschungsjahr. Hier erforscht(e) sie Künstlerinnen wie Rosalba Carriera oder Giulia Lama sowie die Rolle von Frauen im Widerstand gegen Faschismus (‚Resistenza‘) während des Zweiten Weltkriegs.

Bildungsreisen

Ihre heutigen Bildungsreisen nach Italien führen interessierte Frauen aber auch nach Rom und in die Region Marken.

Rom

In Rom erleben die Teilnehmerinnen die „ewige Stadt“ als „Stadt der Frauen“, entdecken die Geschichten von antiken Römerinnen, Vestalinnen (Priesterinnen im antiken Rom), Ordensgründerinnen und Künstlerinnen bis hin zu Frauen des Widerstands gegen Faschismus.

In den Marken

„In den Marken“, einer touristisch wenig bekannten Region Mittelitaliens, stehen ‚Resistenza und gelebte internationale Solidarität‘ während der deutschen Besatzung, Kunst und Avantgarde in der Nachkriegszeit und weitere Frauen wie z.B. Dr. Maria Montessori im Mittelpunkt.

Zuhause in mehreren Heimaten

Durch ihren Blick auf verschiedene Heimaten ergeben sich überregionale Verbindungen und neue Perspektiven auf historische Entwicklungen.

Geschichte endet nicht an geografischen Grenzen.
Geschichte endet nicht an wissenschaftlichen Grenzziehungen.

Ehrungen

1998 „Frauenpreis der Stadt Nürnberg“: N. Bennewitz erhielt den Preis für „Vermittlung & Forschung im Bereich regionale Frauengeschichte“.

1998 Argula-von-Grumbach-Preis: von der Evangelischen Landeskirche Bayern verliehen, und zwar für ihren wissenschaftlichen Beitrag über Frauen in der Reformation.

2023 Alternativer Medienpreis in der Kategorie Geschichte: gemeinsam mit Michael Liebler für das Radio-Feature „Unser Haus“ in der historischen Sendereihe „Zwischenfälle“ auf Radio Z.

✴️✴️✴️

💡🔍 Nadja Bennewitz, Hlstorikerin M.A.:

– Seit 1996 selbständig mit dem Forschungsschwerpunkt regionaler und italienischer Frauen- und Geschlechterforschung.
– Seit 2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Department Fachdidaktiken, Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte, Nürnberg.
– Dozentin in der Erwachsenenbildung mit breitem Angebot an Vorträgen, Rundgängen,  Führungen, Exkursionen und Bildungsreisen
(mehr auf ihrer Webseite)

✴️✴️✴️

🔍 weiterführende Links

Nadja Bennewitz

Medien und Projekte

Beiträge von Nadja Bennewitz in der

  • FIDEW-Zeitschrift „Heimaten“ (2003) – Frauen in der Einen Welt Gesamtinhalt und Einzelartikel
    • „Von heimeligen Hausbesitzern und unheimlichen Vaganten. Auf der Suche nach „Heimat“ in Mittelalter und Früher Neuzeit“ (pdf)
    • „Eine Weltenbürgerin: Die Zeitzeugin Rosa D. aus Nürnberg“ (pdf)

🔍 Serie „Heimaten“

Stand 10.2025

Kategorien
blog Themen 2025 blogt Heimaten Themenreihen

HEIMATEN – wo Vielfalt zu Hause ist!?

🟢 wer oder was ist „Heimat“?

  • etwas Gegenständliches, Abstraktes, Emotionales, Spirituelles …?
  • eine Person? die Familie, Ahnen, Freunde, …?
  • etwas Geliebtes, Gehasstes, Abgelehntes, Erhofftes, Ersehntes, Verlorenes, Betrauertes …?
  • Beruf, Kunst, Hobby …?
  • Lebewesen, Landschaft, Ort … ?

Gibt es nur DIE Heimat? Gibt es nur EINE Heimat? Schließen sich Heimaten aus?

Wer definiert „Heimat“? Gesetze? Politiker? Geld? Zeitgeist? Sprachlich Einheimische? …

Wie sprechen WIR von und über „Heimat“? Wie Künstler*innen? Wie Politiker*innen? Wie die Bewohner*innen eines Landes?

Was ist das Gegenteil von Heimat? Was denken Sie?
Feind, …? Nationalismus, …? Ausgrenzung, …? Macht, Gewalt, …? Sprachlosigkeit, …?

🔵 SO VIELE MENSCHEN – SO VIELE ANTWORTEN!

ein bunter Blumenstrauss -Sinnbild für einen bunten Strauss an Anworten

🟡 geläufige Assoziationen von „Heimat“

  • Zugehörigkeit, Selbstverständnis, Wurzeln, Identität, 
  • Ort der Selbstverwirklichung, Raum für aktive Lebensgestaltung,
  • Kindheit und Jugend, Erinnerungen, Vergangenheit,
  • Tradition, Sprache und Dialekt, Kulturelles Erbe, Bräuche und Sitten, Nation,
  • Geborgenheit, Sicherheit, Vertrautheit, Wohlfühlen, positive Gefühle, Nostalgie und Sehnsucht,
  • Familie, Freunde, Gemeinschaft, soziale Beziehungen,
  • Ort der Kindheit und des Aufwachsens, aktueller Wohnort, vertraute Umgebung, Territorium oder Region, Landschaft und Natur, Haus oder Wohnung,
  • Veränderung und Entwicklung,
  • ortsunabhängige Heimat, mehrfache Heimaten, virtuelle Heimat,
  • Tod, Unendlichkeit,
  • …?

🔴 Welcher Begriff/welches Gefühl von „Heimat“

gefällt Ihnen am besten? beschäftigt Sie am meisten? passt am besten zu Ihrer jetzigen Situation?

✴️✴️✴️

🔍 Weiterführende externe Links

🌈 Es gibt Artikel, die nie veralten. Der Artikel „Heimaten“ von RUTH WEISS (* 26. Juli 1924, Fürth; † 5. September 2025 in Ålborg, Dänemark) gehört dazu!
Lesen Sie den Artikel in der FIDEW-Zeitschrift „02/2003 Heimaten“ – pdf

🔍 Serie „Heimaten“

Stand: 11.2025