Seit Oktober 2021 steht das neueste Kunstwerk der beiden Künstlerinnen Andrea Knobloch (* 1961) und Ute Vorkoeper (* 1963), den „missing icons“, auf dem Nelson-Mandela-Platz, südlich des Nürnberger Hauptbahnhofs:
Ein Denkmal für Nelson Mandela in dessen Lebensgröße (ca. 183 cm.) mit einem Rohdiamanten in der gedachten Herzregion. Am Rand eine großen Wiese, auf der auch Füßball gespielt wird.
Obwohl es „nur“ aus aus einer durchsichtigen Acrylglasstele mit eingeschlossenem Diamanten besteht, ist es präsent, unübersehbar und zieht Jung und Alt an.
Anfangs irritierte es Anwohner und Gäste, wie wenig pfleglich das Denkmal von den Menschen behandelt wird. Einmal war das Duo bereit, etwas zu reparieren. Danach weigerte es sich. „Das Denkmal war so geplant. Die Menschen behandeln das Denkmal so wie den lebenden Menschen; manche mit Anerkennung, mache gleichgültig, manche schlecht.“ so in etwa gaben sie der Stadt zu verstehen.
Die beiden Künstlerinnen arbeiten seit 2013 zusammen und gründeten 2017 „missing icons“. Auf ihrer Webseite schreiben sie u.a.: „missing icons sind real virtualities. Sie materialisieren Unsichtbares, Unbestimmtes und Unvorstellbares. …“
In Hamburg entstand ab Oktober 2021 das nächste, aufrüttelnde Kunstwerk „Stigma – Narbe im Bürgersteig.

