geb. Grobe, 1804 – 1874
Im Stadtraum
Föritztal, Landkreis Sonneberg: Minnastraße (Straßenverzeichnis „Landkreis Sonneberg – Straßen, Wege, Plätze u.ä.„)
Die „Minnastraße“ führt zur ehemaligen „Grube Minna“.
Zur Person
Ihr Name steht auf einem Bergwerk: Grube Minna. Das ist vielleicht das Aufrichtigste, was über Minna Meyer überliefert ist.
Die Grube Minna bei Föritz, 1843 bis 1908 in Betrieb, trug ihren Namen. Von ihr selbst wissen wir fast nichts: dass sie den Verlag Bibliographisches Institut mit ihrem Geld gründete, die Kinder Hermann und Meta hatte. Und sonst schweigen die Quellen.
Minna Meyer, geboren 1804, gestorben 1874, war die Ehefrau von Joseph Meyer, dem Gründer des Bibliographischen Instituts, jenes Verlags, der mit dem Meyers Lexikon zu einem der bekanntesten Verlagsnamen des deutschen Sprachraums wurde. In den offiziellen Quellen erscheint bis heute Joseph Meyer als Eigentümer. Dass Minna Meyer formal als Besitzerin eingetragen war und er als Geschäftsführer, wird dort als taktische Entscheidung erklärt: Meyer hatte zuvor mehrere Insolvenzen erlitten und wollte den Verlag rechtlich absichern.
Einige Quellen legen eine andere Lesart nahe: dass der Verlag mit Minna Meyers Kapital erworben wurde, und dass sie ihn nicht nur nominell, sondern tatsächlich leitete. Nach Joseph Meyers Tod gab sie den Verlag an ihren Sohn weiter. Ob sie Unternehmerin war oder Strohfrau, oder beides zugleich, ist bislang nicht belegt. Dieser Artikel ist ein Hinweis auf eine Lücke, nicht ihr Abschluss.
Erinnerung und Einordnung
→ Blogbeitrag 10. Februar 2024
[Grube Minna – ein Name für eine Frau, die im Hintergrund blieb: Hermine „Minna“ Meyer]
Externe Informationen
🔍 weiterführende Seiten und Links (aufklappen)
- GEOPARK Schieferland (Geopfad)
- Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus e.V. (Minna)
- Namen von Gruben (unbekannter Bergbau)
- Joseph Meyer (wikipedia)
