Frida Kahlo ist überall. Auf Bronzesockeln, auf Hauswänden, auf Graffiti, auf Zuckerkeksen, auf Straßenschildern. Welche dieser Formen ist einer bedeutenden Künstlerin angemessen – und welche ist nur Kultverschleiß?

wer steht hier wohl im Mittelpunkt?

Hausgroß, aber ohne Sockel. Zählt das?

Heute hier, morgen übermalt. Was bleibt?

Kultstatus hat seinen Preis – und der ist manchmal essbar.

Nantes erinnert. Wie viele Städte in Deutschland?*
Fünf Möglichkeiten. Unendlich viele weitere.
Erinnerungen an die Kultfigur Frida Kahlo, genauer: Magdalena Carmen Frida Kahlo y Calderón
Frida Kahlo de Rivera, geboren im Juli 1907 in Coyoacán, gestorben am 13. Juli 1954 in Mexiko-Stadt, gehört zu den meistreproduzerten Künstlerinnen der Welt. Und genau das ist das Problem.
Und die grundsätzliche Frage bleibt: Welches Denkmal ist angemessen?
Denn: Welche Frau erreicht schon Kultstatus wie Frida Kahlo?
Oder ist es gerade die Vielfalt, die erinnert?
Vielleicht braucht Erinnerung keine feste Form. Aber sie braucht Absicht. Ob Bronze oder Backblech: Das Entscheidende ist, wer die Geschichte dahinter erzählt.
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* In Deutschland z.B. Braunschweig (Frida-Kahlo-Straße in Rautheim), Bramsche in Niedersachsen, Bocholt in NRW, Emsdetten in NRW, Langenhagen bei Hannover (als Frida-Kahlo-Weg), Nordhorn in Niedersachsen und Ober-Ramstadt in Hessen.
Was dabei auffällt: Es sind überwiegend kleinere Städte und neue Wohngebiete in Niedersachsen und NRW. Keine Großstadt, kein zentraler Platz..
