* 12. Oktober 1889 in Cilli, Österreich-Ungarn (heute Celje, Slowenien)
† 14. Januar 1950 in Pečovje, Gemeinde Štore bei Celje, Slowenien
Dieses Projekt versteht sich nicht als klassische Biografie Alma Maximiliane Karlins. Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion ihrer Lebenswelt aus heutiger europäischer Perspektive.
Karlins Biografie als ein vielversprechender Zugang zur europäischen Geschichte
Ausgangspunkt ist zwar ihr Leben, doch kein Mensch entwickelt sich losgelöst von seiner Umwelt. Landschaft und Klima prägen den Alltag ebenso wie Familie, Sprache, Erziehung, politische Verhältnisse, wissenschaftliche Erkenntnisse, kulturelle Traditionen und gesellschaftliche Wertvorstellungen. Sie bilden den Rahmen, innerhalb dessen Persönlichkeit und Weltbild entstehen.
Deshalb fragt dieses Projekt nicht nur, wer Alma Karlin war, sondern auch, welche natürlichen, historischen, kulturellen, wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ihr Denken und Handeln beeinflussten. Zugleich stellt es die Frage, wie diese Zusammenhänge heute aus einer europäischen Perspektive des 21. Jahrhunderts neu eingeordnet werden können. Dabei wird Europa nicht als einheitlicher Blickwinkel verstanden. Unterschiedliche historische Erfahrungen, Erinnerungskulturen und gesellschaftliche Prägungen führen zu unterschiedlichen Fragestellungen und Bewertungen. Die folgenden Beiträge verstehen sich daher als eine Einladung zum vielstimmigen europäischen Gespräch über Geschichte und Erinnerung.
Die zahlreichen Kontextbeiträge sind deshalb keine lose Sammlung kulturhistorischer Themen. Gemeinsam zeichnen sie die Welt nach, in der Alma Karlin lebte. Natur wird dabei ebenso als Teil dieser Lebenswelt verstanden wie Geschichte, Politik, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Erst ihr Zusammenspiel macht verständlich, warum Menschen ihrer Zeit so dachten und handelten, wie sie es taten.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei Reisen zu.
Die Begegnung mit fremden Kulturen erweitert nicht nur den Blick auf andere Gesellschaften. Sie verändert zugleich die Wahrnehmung der eigenen Herkunft. Vieles, was zuvor selbstverständlich erschien, wird erst im Vergleich sichtbar.
Die Beiträge beruhen vor allem auf frei zugänglichen digitalen Quellen, die, wo immer möglich, durch wissenschaftliche Literatur und Primärquellen ergänzt werden. Dabei gehört auch die Recherche selbst zum Projekt: Sie zeigt nicht nur, was über Alma M. Karlin bekannt ist, sondern macht zugleich sichtbar, welche Aspekte der historischen Überlieferung heute im Internet präsent sind und wo digitale Erinnerungskultur noch Lücken aufweist.
Die folgenden Beiträge laden dazu ein, diese Welt Schritt für Schritt zu erkunden.
Sie wollen Zusammenhänge sichtbar machen, historische Entwicklungen verständlich einordnen und dazu anregen, vertraute Vorstellungen immer wieder neu zu hinterfragen. Nicht die Suche nach einfachen Urteilen steht im Mittelpunkt, sondern das Bemühen, die Vielschichtigkeit ihrer Zeit verständlich zu machen.
Jeder Artikel geht einer Frage nach.
Gemeinsam erschließen sie Alma M. Karlin, ihre Lebenswelt und ihre Nachwirkung bis heute.
|
Alma M. Karlin Lebenswelten, Wege und Werk |
Orte und Regionen Celje, Lebensstationen und Weltreise |
|
Geschichte Politik, Gesellschaft und Zeitgeschichte |
Natur Landschaften, Pflanzen und Tiere |
|
Kultur Sprache, Religion, Mythen und Alltag |
Selbst weiterforschen Quellen, Museen und Forschungsstand |
***
→ Dieser Artikel ist Teil der Reihe Alma M. Karlin in europäischer Perspektive

