Juli 1857 in Wiederau (Sachsen) – 20. Juni 1933 in Archangelskoje (UdSSR)
Lehrerin, Journalistin, Politikerin, Parteigründerin, Exilantin
Im Stadtraum
Stadt Neuhaus am Rennweg: Clara-Zetkin-Straße
Stadt Sonneberg: Clara-Zetkin-Straße
(Straßenverzeichnis „Landkreis Sonneberg – Straßen, Wege, Plätze u.ä.)
Metropolregion Nürnberg: keine Clara-Zetkin-Straße, kein Weg, kein Park. Bayern insgesamt: keine. Clara-Zetkin-Benennungen finden sich fast ausschließlich in den Bundesländern der ehemaligen DDR – mit zwei westdeutschen Ausnahmen in Stuttgart-Sillenbuch (biografischer Bezug: Zetkin lebte dort) und Tübingen (seit 1985, zuletzt Gegenstand einer öffentlichen Debatte um eine Markierung als „kritikwürdig“).
Das Fehlen im Westen ist kein Vergessen, sondern politische Geschichte.
Zur Person
Clara Zetkin wuchs in einem Elternhaus auf, das zwei Welten verband: ihre Mutter war in der bürgerlichen Frauenbewegung aktiv, ihr Vater Lehrer. 1878 machte sie in Leipzig ihren Abschluss als Lehrerin für moderne Sprachen. Sie trat im selben Jahr in die Sozialistische Arbeiterpartei ein. Der Eintritt in die Partei hatte tiefgreifende Folgen für ihr privates und berufliches Leben.
Nach Jahren im Pariser Exil, Arbeit als Journalistin, dem Tod ihres Lebensgefährten Ossip Zetkin, kehrte sie 1891 nach Deutschland zurück. Sie leitete die Parteizeitung Die Gleichheit, wurde 1895 als erste Frau in die Führungsspitze der Sozialdemokraten gewählt. 1910 brachte sie den Antrag für einen jährlichen Internationalen Frauentag ein. Der 8. März geht auf diese Initiative zurück.
Sie war Mitgründerin des Spartakusbunds und der KPD, enge Freundin von Rosa Luxemburg. Am 30. August 1932 eröffnete sie als Alterspräsidentin den Reichstag und warnte vor dem Faschismus.
Wenige Monate später floh sie in die Sowjetunion, wo sie 1933 starb.
Erinnerung und Einordnung
→ Blogbeitrag 7. April 2024
Clara Zetkin
→ überarbeitete Biografie 04.2026
Clara Zetkin – Leben und Wirken der Frauenrechtlerin
Externe Informationen
🔍 weiterführende Links (aufklappen)
- Clara Zetkin (Ute Tartz)
- Biografie (LEMO)
- Digitales Deutsches Frauenarchiv: Biografie (link)
- Biografie (bpb)
- „Clara-Zetkin-Straßen“ (wikipedia)
- Clara-Zetkin-Straße (Stadtwiki Dresden)
- Frauentag in Berlin – 2011 (link)
- Streit um die Clara-Zetkin-Straße (Tübingen)
- Clara Zetkin, Vorkämpferin für Frauenrechte | Unbekannte Frauen | ARTE Family (arte auf youtube)
- Josephine Eißner. Offizierstochter, Lehrersfrau, Mutter von Clara Zetkin. Astrid Franzke in: Leipziger Lerchen, 3. Folge, LOUISEum 11, Leipzig 2002. (Deutsche Digitale Bibliothek)
- Hintergründe zum „Steyberschen Lehrerinnenseminar“ (link.springer.com)
