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Clara Zetkin – Straßenname in Sonneberg

5. Juli 1857, Sachsen – 20. Juni 1933 UdSSR

Clara Zetkin – Hauptseite
Landkreis Sonneberg – Straßen, Wege, Plätze
Frauen in Sonneberg, Thüringen

Eine Frau mit einer buchstäblich wechsel-vollen Biografie.

Ihre Mutter war in der bürgerlichen Frauenbewegung aktiv – Clara kannte so die führenden Frauen, z.B. L. Otto-Peters und Aug. Schmidt.

1878 machte Clara in Leipzig am „Steyberschen Lehrerinnenseminar“ ihren Abschluss als Fachlehrerin für moderne Sprachen

Leipzig war damals eines der wichtigsten Zentren der Frauen- und der Arbeiterbewegung. Im dortigen Arbeiterbildungsverein lernte sie ihren Lebenspartner Ossip Zetkin kennen.

1882 folgte sie ihm – nach alleinigen Aufenthalten in Österreich und der Schweiz – ins Pariser Exil. Sie nahm Zetkins Namen an, arbeitete als Journalistin und Übersetzerin, bekam zwei Söhne. Ossip Z. starb 1889 an Tbc. Sie überlebte ihre eigene.

1891 wurde das Bismarck‘sche Sozialistengesetz aufgehoben. Sie kehrte nach Deutschland zurück. 1878 trat sie der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) bei – der späteren SPD.

1895 wurde sie die erste Frau in der Führungsspitze der Sozialdemokraten. Durch ihre vielen Ämter wurde sie eine der bekanntesten Frauenpolitikerinnen Europas.

1899 heiratete Clara Zetkin den 18 Jahre jüngeren Georg Friedrich Zundel, behielt aber ihren Namen „Zetkin“. Die Ehe hielt bis 1928.

Ab 1899 war Rosa Luxemburg eine ihrer besten Freundinnen.

Clara griff die Idee der in die USA geflüchteten jüd.-ukrain. Theresa Malkiel (1874-1949) auf, die 1909 in den USA den „National Women’s Day“ initiierte. Sie forderte im Namen vieler Frauen den „Internationalen Frauentag“: 1911 zum ersten Mal begangen. Erst ab 1975 auch auf der UN-Liste.

Aus Ärger über die Bewilligung von Kriegskrediten (1914), auch durch die SPD, schloss sie sich 1916 dem Spartakusbund, 1917 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) und 1919 der Kommunistischen Partei Deutschlands an. Wegen Morddrohungen tauchte sie unter.

1920 befreundete sie sich mit Lenin und seiner Frau Nadeschda Krupskaja.

Sie lebte abwechselnd in Deutschland und in der UdSSR.

Am 30.08.1932 eröffnete sie 75-j. als Alterspräsidentin den neugewählten Reichstag in Berlin und warnte vor dem drohenden Faschismus und kommenden Krieg.

Nach dem Ausschluss der KPD aus dem Reichstag flüchtete Clara Zetkin in die UdSSR, wo sie 1933 auch starb.

Geburtstagsfolie für Clara Zetkin 5.07.1857- mit Wappen von Neuhaus am Rennweg und Beschriftung "Clara-Zetkin-Straße"
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Stand: 04.2024

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Käthe Kollwitz – nie wieder Krieg!

8.07.1867, Königsberg – 22.04.1945, Moritzburg

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Es lohnt sich wirklich, Straßennamen bewusst zu lesen und als Aufforderung zu verstehen, sich mit den Namengeber*innen zu beschäftigen! Z.B. Käthe-Kollwitz-Straße:
K. Kollwitz ist mehr als ihre bis heute gewürdigte Kunst – ihr Leben für jede örtliche und gesellschaftliche Situation bedenkenswert.

Die Kriegsgenerationen weltweit kennen alle Grausamkeiten des Krieges (auch die unentdeckten und unausgesprochenen), das Leid aller Bewohner*innen kriegsführender Länder und die lebenslangen Nachkriegsfolgen, im privaten wie im weltweiten Kontext. Sie verstanden und verstehen die ganze Last des Satzes „Nie wieder Krieg!“

K. Kollwitz, Grafikerin, Malerin und Bildhauerin, kannte den „Rucksack“ des Krieges persönlich. Sie hatte dazu die Gabe der Empathie (auch im Kleinen, im Alltag). Und sie konnte ihre Gefühle und Erfahrungen in eindrückliche Bildsprache umzusetzen: „Jede Gabe ist eine Aufgabe“!

Sie wuchs in einer nichtakademischen, aktiven christlichen Familie auf (ihr Vater war Maurer, und Prediger einer „Freien evangelischen Gemeinde“). Sie heiratete einen Berliner „Armenarzt“, praktizierend im Prenzlauer Berg und SPD‑Stadtverordneten. Soziales Engagement war also selbstverständlicher Teil der Familie.

Sie heiratete Dr. Karl Kollwitz, ebenfalls der Freien evangelischen Gemeinde nahe stehend. Er praktizierte als Berliner „Armenarzt“ im Prenzlauer Berg, engagierte sich als SPD-Stadtverordneter.
Soziales Engagement war also selbstverständlicher Teil der Familie.
Käthe war nie Mitglied einer Partei, aber sie unterstützte einen Aufruf zur Zusammenarbeit von SPD und KPD. Dazu unterschrieb sie den „Dringenden Appell zum Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus“.

Das Paar hatte zwei Söhne: Hans und Peter. Der 18j.Peter fiel 1914 in der Ersten Flandernschlacht. Hans benannte seinen ersten Sohn nach seinem Bruder. Dieser Enkel Peter starb 1942 im WK II an der Ostfront. – Für Käthe doppelt bitter: Enkel Peter war Anhänger der Nationalsozialisten und sagte sich deshalb von ihr los, leugnete die Verwandtschaft.

Seit 1960 erinnert der Käthe-Kollwitz-Preis der „Akademie der Künste, Berlin“ an Mitgliedschaft und Wirken von Käthe Kollwitz in der Institution sowie an ihren von den Nationalsozialisten erzwungenen Austritt 1933.

Viele Straßen, Museen, Schulen … sind nach ihr benannt.
Der Asteroid „Kollwitz (8827)“ trägt ihren Namen.

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Stand: 03.2024

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Wussten Sie schon…? (4)

Frauen in Sonneberg, Thüringen

Text

Text

  • der Landkreis bunt ist und sich seine geschichtliche und heutige Vielfalt zu entdecken lohnt?
  • Der Landkreis am 23.09.2008 den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“ erhielt?
  • es sich lohnen würde, diese Vielfalt auch auf den offiziellen kommunalen Seiten stolz zu präsentieren – für die Geehrten, für BewohnerVielfaltinnen und GästVielfaltinnen, aber auch PR-mäßig für den Landkreis?

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APOLLONIA MARGARETE STEIFF

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siehe auch Fotos (am Ende dieser Seite) vom Steiff-Museum

Als achtzehn Monate altes Baby erkrankte Margarete Steiff an Kinderlähmung, was sie für den Rest ihres Lebens an den Rollstuhl fesselte. Trotzdem war Steiff ein fleißiges und organisiertes Mädchen, bereit zu arbeiten und einen Beruf zu finden, der ihrem Gesundheitszustand und den damit verbundenen täglichen Herausforderungen gerecht werden konnte.

Mit ihren Ersparnissen kaufte sie eine Nähmaschine und begann Kleidung zu nähen und zu verkaufen. Einige Jahre später eröffnete sie sogar ein Geschäft für Filzprodukte. Eines Tages stieß sie in einer Zeitschrift auf einen Schnitt für einen Spielzeugelefanten und erkannte, dass Filz ein ausgezeichnetes Material für die Herstellung war.

Bald begann sie auch andere Tiere wie Mäuse, Hasen und Teddybären zu nähen, deren Muster sie ebenfalls in Zeitschriften fand. Sie verkaufte ihre Spielzeuge sogar auf Messen. Auf der Leipziger Messe im Jahr 1903 kaufte ein Vertreter eines amerikanischen Spielwarenladens 3000 Teddybären, was den unglaublichen Erfolg von Steiff-Spielzeugen, insbesondere Teddybären, einläutete.

Im Jahr 1910 gewann Steiff den Großen Preis auf der Brüsseler Internationalen Ausstellung und etablierte sich weiterhin als eine der bekanntesten Marken für Stofftiere weltweit. Nicht nur neue Spielzeuge waren und sind beliebt, sondern auch Antiquitäten erfreuten und erfreuen sich bis heute bei Sammlern großer Wertschätzung.

Margarete Steiff wurde zu einer äußerst bedeutenden Unternehmerin in Deutschland. Trotz ihrer lebenslangen Behinderung und ihrer Herkunft aus einer Kleinstadt in Süddeutschland gründete und entwickelte sie ein weltweit bekanntes Unternehmen.

Foto „Das Nadelkissen „Elefäntle“: Von Flominator (talk) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12001315

Steiff Museum
Margarete-Steiff-Platz 1
89537 Giengen an der Brenz

🔍 Weiterführende externe Links

Danke Tijana für Text und Fotos vom Museum 🙂

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Blog-Serie „Themenwelt Sonneberg“.
Auch wenn Frau Steiff nichts mit Sonneberg zu tun hat: Sie passt thematisch hervorragend zum Thema „Künstlerinnen in Sonneberg“ und dem „Deutschen Spielzeugmuseum“.

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Stand: 04.2024

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Renate Müller

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geb. 24.10.1945, geb. Lindemann, Sonneberg

Schon ihre Familie stellte pädagogisch anspruchsvolle „reformpädagogische“ Spielwaren her. So ist es kein Wunder, dass sie nach Abitur und einer Maurerlehre Design an der Sonneberger „Fachschule für angewandte Kunst“ studierte. Ihre Lehrerin H. Haeusler begeisterte sie für die robusten (mit Holzwolle gestopfte) Rupfen-Tiere. („Rupfen“ = grobes Sackleinen)

Um 1970 heiratet sie und bekommt zwei Kinder.

Bis zur Verstaatlichung 1972 arbeitete sie in der elterlichen Werkstatt mit und stellte Rupfentiere her – groß, robust und strapazierfähig, geeignet für die Entwicklung der Sinne wie Tasten und Greifen.

Die Familie verliert ihre Markenrechte, die Werkstatt wird umbenannt in „VEB Therapeutisches Spielzeug“. Wie Haeuslers Spielzeug wird auch ihres ein Exportschlager, in der DDR nur an therapeutische Einrichtungen verkauft.

1967 wird sie Mitglied im „Verband Bildender Künstler der DDR“.

1982 – 1991 unterrichtet sie auch an der Ingenieurschule Sonneberg. Danach bis 1998 angehende Kindergärtnerinnen, und an der VHS Sonneberg. „Spielzeugdesign“.

Ab 1990 arbeitet sie als Selbständige. Sie erweitert ihren Arbeitsbereich, entwirft u.a. Spielplätze.

Nach der „Wende“ kauft sie die Markenrechte zurück und gründet „Spielzeug & Design“, Entwurfsatelier und Werkstatt

Sie wird Mitglied des Verbandes Bildender Künstler e.V./BBK, des Bundes Thüringer Kunsthandwerker e.V., des Vereins des Vereins „Fördern durch Spielmittel e.V.“ – Spielzeug für behinderte Kinder, Berlin.

Ihr therapeutisches Spielzeug, aus Naturmaterialien und handgefertigt wird weltweit (von den USA bis hin nach Japan) gehandelt – und gesammelt.
Ihr Spielzeug gilt heute als Designklassiker.

Sie gestaltet Ausstellungen, hält Vorträge.
Ihre Arbeiten finden sich in Schulen, in Therapieeinrichtungen, in vielen Museen.
Ihre Rupfentiere sind 2012 Teil einer Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art. Sie arbeitet mit einer New Yorker Galerie zusammen.

2016 beteiligt sie sich mit Teppichentwürfen an der 15. Biennale 2016 in Venedig.

🔍 Weiterführende externe Links (Auswahl):

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Stand: 03.2024 – Links, Layout 04.2026

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Helene Haeusler – Spielzeugdesignerin

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26.8.1904, Metz, Lothringen
10.7.1987, Sonneberg, DDR

Haeuslers beruflicher Werdegang und ihr Lebenswerk ist beeindruckend.

Sie lernte Haushaltsführung – studierte an der Kunstgewerbeschule Kassel (Textil) – wurde am Fröbel-Seminar Kassel Kindergärtnerin (Abschluss 1924) – hörte in Hamburg Vorlesungen in Kunstgeschichte– arbeitete nebenbei für ihren Lebensunterhalt.

Sie studierte an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in München (Buch- und Gebrauchsgraphik). Parallel arbeitete sie dreidimensional und stellte Krippenfiguren und Puppen her.

1927 beginnt sie in Sonneberg in der Puppenfabrik von M. Eichhorn.1928 wechselt sie zur Spielzeug-Fabrik von C. & O. Dressel. 1931 kommt die von ihr entworfene Puppe „Heinerle“ auf den Markt, eine Puppe aus Stoff mit weichem Füllmaterial – nicht zu verwechseln mit Käthe Kruses Puppe.

1932 macht sich H. Haeusler selbständig. Sie bekommt (unverheiratet) eine Tochter.

Ihre Puppenproduktion bleibt wirtschaftlich erfolglos. So verdient sie ihren Lebensunterhalt bis 1954 mit Gelegenheitsarbeiten, als Haushälterin und Kinderfrau in Oberbayern.

Ab 1954 unterrichtet sie in Sonneberg als Lehrerin für Spielzeugdesign an der dortigen Fachschule für angewandte Kunst. Eine ihrer Schülerinnen war die später erfolgreiche Spielzeug-Designerin Renate Müller. Diese beschreibt H. Haeusler als eine vom Bauhaus beeinflusste Künstlerin, die einfache Formgebung und Naturmaterialien bevorzugte. So waren ihre gestopften Rupfentiere für alle Plüsch-Überzeugte eine Provokation.

Mit 61 Jahren Ruhestand (1965) – nur um mit ehemaligen Schülerinnen neu als Selbständige durchzustarten, eine Werkstatt zur Produktion therapeutischen Spielzeugs in Jena („Jenaspiel“) aufzubauen. Die Bürokratie verhinderte aber ihren Plan! Eine Sonneberger Firma produzierte schließlich ihr Spielzeug – es wird ein Verkaufs- und Exportschlager!

Mit 73 Jahren (1977) gründete H. Haeusler in Sonneberg eine Förderwerkstatt, in der geistig behinderte Menschen Puppen nähten und anderes Spielzeug anfertigten. Ein Vorbild für weitere Förderwerkstätten.

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Stand: 03.2024

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Wussten Sie schon…? (3)

Frauen in Sonneberg, Thüringen

Text

Text

  • der Landkreis bunt ist und sich seine geschichtliche und heutige Vielfalt zu entdecken lohnt?
  • das „Deutsche Spielzeugmuseum Sonneberg“ das älteste Spezialmuseum für Spielzeug in Deutschland ist, gegr. 1901?
  • im „Deutschen Teddybären Museum Sonneberg“ der Fa Martin Bären Europas größter Teddybär (5,60 m Höhe) ausgestellt ist?
  • ein engagiertes Vereinsteam im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg zu einem vielseitigen Programm für Erwachsene und Kinder einlädt?

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Stand: 03.2024 – Layout 04.2026

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Jutta von Henneberg – Stadtrecht für Sonneberg, 1349

Gräfin Jutta von Henneberg – Hauptseite
Landkreis Sonneberg – Straßen, Wege, Plätze
Frauen in Sonneberg, Thüringen

1298/1300, geb. Jutta von Brandenburg
† 1.02.1353, Coburg

Jutta, Gräfin von Henneberg-Schleusingen – Erbin der „Neuen Herrschaft“ („Neue Pflege“) Coburg-Schmalkalden

Sie heiratete 1314 ihren Vetter Heinrich VIII. von Henneberg-Schleusingen.

Von ihrer gleichnamigen Großmutter erbte sie die „Neue Herrschaft“ Coburg-Schmalkalden.

Nach dem Tod ihre Mannes 1347 teilte sie sich das gesamte Erbe mit ihrem Schwager Johann I. Sie regierte weiter als Eigentümerin der „Neuen Herrschaft“, mit welcher sie 1350 von Kaiser Karl IV. beliehen wurde.

Sie verlieh Sonneberg am 5.01.1349 das Stadtrecht.

1317 erwarb die „Grafschaft Henneberg“ die Burg Sonneberg der inzwischen ausgestorbenen Herren von Sonneberg. Gräfin Jutta verpfändete die Burg Sonneberg 1350 an ihren Schwiegersohn, den Burggrafen Albrecht den Schönen von Nürnberg. Als Teil der Pflege Coburg fiel die Burg Sonneberg 1353 an das Haus Wettin und wurde zum militärischen Stützpunkt.
Heute ist die Burg eine Ruine.

Gräfin Jutta hatte keinen Sohn. Deshalb erbten ihre Töchter ihre Besitzungen. Dadurch wurde die „Neue Herrschaft“ aufgeteilt.

Töchter – Aufteilung des Erbes:
1. Elisabeth von Henneberg-Schleusingen, Erbin von Irmelshausen ∞ Graf Eberhard von Württemberg
2. Katharina von Henneberg, Erbin von Coburg ∞ Friedrich der Strenge von Meißen
3. Sophie von Henneberg, Erbin von Hildburghausen und Schmalkalden († 1372) ∞ Albrecht der Schöne († 1361), Burggraf von Nürnberg
4. Anna von Henneberg, Äbtissin im Kloster Sonnefeld. Sie führte das Zisterzienserinnenkloster Sonnefeld zu einer unverhofften Blüte.

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Stand: 02.2024

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Wussten Sie schon…? (2)

Frauen in Sonneberg, Thüringen

Text

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  • der Landkreis bunt ist und sich seine geschichtliche und heutige Vielfalt zu entdecken lohnt?
  • 2024 der Landkreis Sonneberg „675 Jahre Stadtrecht“ feiert?
  • der Landkreis und seine Kreisstadt Sonneberg am 2.04.2014 einstimmig als erste Mitglieder der „Europäischen Metropolregion Nürnberg“ außerhalb Bayerns aufgenommen wurden?

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Grube Sophie – eine Geschichte über Unsichtbarkeit: Sophia von Weiß

1790 – ?

Sophia von Weiß – Hauptseite
Landkreis Sonneberg – Straßen, Wege, Plätze u.ä.
Frauen in Sonneberg, Thüringen

Nicht weit entfernt von der „Grube Minna“ war die „Grube Sophie“. Beide Gruben sind heute Teil des „GeoPfad Steinkohle“ im GeoPark Schieferland“ (Föritztal)

Auf der Seite des GeoPfads steht: „Am 15. Februar 1840 wurde Christian von Weiß ein weiteres Grubenfeld durch den Sachsen-Meininger Hof verliehen. Er gab ihm den Namen seiner Frau ‚Sophie‘.“

Offensichtlich handelt es sich um den erfolgreichen Textilunternehmer (1779 – 1850) und seine Frau Sophia, geb. Polex, geb. 1790 in Langensalza.

1824 errichtete Christian v. W. die erste mechanische Spinnerei Schweinas (OT von Bad Liebenstein) und setzte ab 1827 eine Dampfmaschine ein, die erste der Stadt. Weiß wurde 1836 als Ritter des Ernestinischen Hausordens geadelt. Die Steinkohlen-Grube kaufte er im Jahr der Hochzeit ihres gemeinsamen Sohnes.

Damit erschöpft sich das öffentliche Wissen über Sophia von Weiß und den Kauf der Grube.

Augenscheinlich interessierte sich weder damals noch heute jemand für Sophia von Weiß: Was war Sophias familiärer Hintergrund? Welche Bildung hatte sie? Was waren ihre Interessen? Interessierte sie sich für die Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen in den Spinnereien? Welchen Anteil hatte sie am unternehmerischen Erfolg ihres Mannes? …

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Stand: 02.2024